Vom Programmierbaustein zum Industrieroboter

Wie programmiert man eigentlich einen Roboter? Und wie groß ist der Schritt von einem kleinen Lernroboter zu den Robotern, die heute in modernen Industrieunternehmen eingesetzt werden?

Diesen Fragen gingen 16 Schüler unseres 9. Jahrgangs bei einem zweitägigen Robotik-Workshop der ROBOVERSE GbR – robotics at school nach. Unter dem Titel „Robotik-Programmierung: von Block Based Coding zu Industriestandard“ erhielten die Schüler einen spannenden und praxisnahen Einblick in die Welt der Robotik und Automatisierung.

Zum Einstieg lernten sie grundlegende Prinzipien des Programmierens kennen. Mit dem Calliope 3 und den mBot2-Fahrrobotern erstellten sie eigene Programme mithilfe des sogenannten Block Based Coding. Dabei werden einzelne Programmbausteine grafisch miteinander verknüpft, anstatt komplizierte Programmzeilen schreiben zu müssen. So konnten die Schüler Abläufe, Bedingungen und die Verarbeitung von Sensordaten kennenlernen und ihre Programme direkt an den Robotern ausprobieren.

Doch es blieb nicht bei den kleinen Lernrobotern: Ein besonderes Ziel des Workshops bestand darin, den Bogen von schulischen Robotiksystemen zur professionellen Industrierobotik zu schlagen. Daher erhielten die Schüler die Gelegenheit, mit einem echten Industrieroboter des Herstellers Yaskawa zu arbeiten. ROBOVERSE kooperiert bereits seit mehreren Jahren mit dem Unternehmen, um Jugendlichen einen praxisnahen Einblick in moderne Automatisierungstechnik zu ermöglichen.

Dabei zeigte sich schnell: Viele Grundlagen, die zuvor an den kleineren Robotern erarbeitet worden waren, finden sich auch in der professionellen Robotik wieder. Aus ersten einfachen Programmierbefehlen entwickelte sich so Schritt für Schritt ein Verständnis für eine Technologie, die aus modernen Produktionsprozessen längst nicht mehr wegzudenken ist.

Neben der praktischen Arbeit beschäftigte sich die Gruppe auch mit den Folgen der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung. Gemeinsam wurden deren Chancen und Risiken sowie mögliche Veränderungen der Arbeitswelt diskutiert. Darüber hinaus lernten die Schüler verschiedene Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in den Bereichen Robotik, Automatisierung und Technik kennen.

Die beiden Workshoptage verbanden damit Informatik, Technik und Berufsorientierung auf besondere Weise. Unsere Schüler sprachen nicht nur über Zukunftstechnologien, sondern konnten sie selbst ausprobieren, programmieren und unmittelbar erleben.

Ein solches Angebot wäre ohne entsprechende Unterstützung kaum möglich gewesen. Unser besonderer Dank gilt daher zdi.NRW für die Finanzierung des zweitägigen Workshops und die damit verbundene Förderung unserer Schüler im MINT-Bereich.

Ebenso bedanken wir uns bei den Referenten von ROBOVERSE – robotics at school. Sie ermöglichten unseren Schülern einen spannenden und praxisnahen Einblick in die Welt der Robotik – vom ersten Programmierbaustein bis zum Industrieroboter.