Nein zu Extremismus – ja zu Begegnung und Miteinander!

Im Rahmen eines sechstägigen Erasmus-Plus-Projekts zur Extremismusprävention und Demokratieförderung setzten sich Schüler des Gymnasiums gemeinsam mit ihren Partnerschulen aus Nitra (Slowakei) und Bergen (Norwegen) intensiv mit der Frage auseinander, wie extremistisches Denken entsteht, welche Folgen daraus erwachsen und inwiefern unterschiedliche Formen von Extremismus auch heute noch unser gesellschaftliches Miteinander bedrohen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Perspektive der Opfer. Nachdem unsere über vierzigköpfige internationale Schülergruppe im vergangenen Herbst bei einem Besuch des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz ein eindrückliches Bild von den Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gewinnen konnte, rückte nun die Gegenwart in den Fokus. In diesem Zusammenhang erhielten die Jugendlichen unter anderem die Möglichkeit, in der Kölner Keupstraße mit einem Opfer des Nagelbombenanschlags von 2004 ins Gespräch zu kommen. Diese Begegnung hinterließ einen nachhaltigen Eindruck – nicht zuletzt, weil neben erlebter Solidarität auch ein vielschichtiges Versagen staatlicher Behörden sowie einzelner Medien thematisiert wurde.

Die gewonnenen Erkenntnisse fasste die Schülergruppe in digitalen Präsentationen zusammen, die unter anderem unserem ehemaligen Schüler und heutigem Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen, Nathanael Liminski, vorgestellt wurden. Dieser zeigte sich sichtlich beeindruckt und dankte den Schülerinnen und Schülern ausdrücklich für ihr Engagement. "Die klugen Ideen der Schüler zeigen ganz im Sinne des europäischen Grundgedankens, wie die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg die notwendige politische, ethnische und religiöse Toleranz befördern kann."

Abschließend teilten unsere Projektmitglieder ihre Arbeitsergebnisse noch mit Schülern der Klassen 8 und 9 des Gymnasiums und konnten so ihre Präsentationskompetenzen, und das in fließendem Englisch, in beeindruckender Manier demonstrieren.

Im April steht nun die letzte Etappe des Projekts an: Gemeinsam mit den betreuenden Lehrkräften treffen sich alle Beteiligten in Bergen. Dort sollen der Blick in die Zukunft gerichtet und konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, um aktiv jeder Form von Extremismus entgegenzuwirken und das soziale Miteinander nachhaltig zu stärken.

Ein ganz herzlicher Dank geht an alle teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, die maßgeblich zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben, und an die Kollegen Franziska Raabe, Georg Völzgen, Matthias Werner und Thomas Wilbert für Planung, Durchführung und Nachbereitung des Projektes.

Wer mehr über Erasmus Plus erfahren möchte, der kann sich gerne an die Betreuer wenden, denn sicher wir es in den kommenden Monaten und Jahren spannende Nachfolgeprojekte geben. Auch ein Blick auf die Erasmus-Plus-Homepage kann einen ersten Eindruck vermitteln.