Compassion-Praktikum am Collegium Josephinum Bonn

„In einer Gesellschaft, in der Leitbilder wie Jugendlichkeit und Sportlichkeit, Tüchtigkeit, Cleverness und Erfolg, Reichtum und Macht, Glück und Ansehen dominieren, schämt sich die Not und wagt es nur ausnahmsweise, sich zu Wort zu melden. Sie versteckt sich in Nischen, umgibt sich mit dem Panzer der Unnahbarkeit, verbirgt sich hinter Masken und Fassaden, stürzt sich in Hektik und Betriebsamkeit, betäubt sich mit Genuss und Lautstärke. Sie trägt viele Gesichter: Armut, Einsamkeit, Krankheit, Sucht und Perspektivlosigkeit, auch Schuld, um einige zu nennen." (Herkunft unbekannt)

72 Schüler der Einführungsphase des Collegium Josephinum Bonn haben in den vergangenen drei Wochen ihr Compassion-Praktikum absolviert – in Förderschulen, integrativen Grundschulen und Kindertagesstätten, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Jugendhilfeeinrichtungen, Krankenhäusern und Pflegeheimen. Am kommenden Freitag endet das Sozialpraktikum mit einem Auswertungstag an der Schule, an dem die Schüler ihre Eindrücke reflektieren und gemeinsam über die bleibenden Erfahrungen, überwundene Ängste und neu entdeckte Stärken ins Gespräch kommen.

Das Compassion-Projekt ist fester Bestandteil unserer Schule und möchte jungen Menschen ermöglichen, in direkten Begegnungen Verantwortung zu übernehmen und Mitgefühl zu entwickeln. So erfahren sie, was es heißt, sich mit Kopf, Herz und Hand für andere einzusetzen – ganz im Sinne des Evangeliums: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)

(Lö)