Besuch der Gregory-Crewdson-Retrospektive im Kunstmuseum Bonn
Die Ausstellung ermöglichte eine intensive Auseinandersetzung mit inszenierter Fotografie und erzählerischen Bildstrategien eines der bedeutendsten zeitgenössischen Fotografen.
Die Schüler zeigten sich besonders von der filmischen Wirkung der großformatigen Fotografien beeindruckt. Eine Schülerin beschrieb seinen Eindruck so: „Trotz eines Fotos fühlt es sich an wie ein Film, die Bilder lassen viel Spielraum, um sich die Story zu erdenken.“ Durch Lichtführung, Perspektive und Inszenierung entstehen Bildräume, die eher an Filmszenen als an klassische Momentaufnahmen erinnern. Auffällig war zudem die dichte Licht- und Farbgestaltung der Arbeiten. Ein anderer Schüler beschrieb die Wirkung der Fotografien als ungewöhnlich bildhaft und bemerkte, sie wirkten „teilweise fast wie mit Ölfarben gemalt“ – ein Eindruck, der die starke visuelle Wirkung und die bewusste Inszenierung der Motive widerspiegelt.
Der Ausstellungsbesuch bot den Schülerinnen und Schülern einen unmittelbaren Zugang zu originalen Werken und lieferte wertvolle Impulse für den Kunstunterricht, insbesondere für die Analyse inszenierter Fotografie und das Spannungsfeld zwischen Fotografie und Film. (Sü)