Bildarchiv 1920 - 1945

Nach dem Ende des ersten Weltkrieges konnte der alte Plan, eine Internatsschule für Ordensnachwuchs, ein sogenanntes Juvenat, auf deutschem Boden zu eröffnen, endlich Wirklichkeit werden. Es gelang, 1920 das Haus und das Gelände der ehemaligen Erziehungsanstalt "St.Joseph an der Höhe" in Bonn zu erwerben und entsprechend umzubauen. Seit 1930 war auch das Abitur staatlich anerkannt. Das anfangs blühende Unternehmen hatte seit der Machtergreifung der Nationalsozialisten mit ständig steigenem Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Staat griff mehr und mehr in die äußere und innere Struktur des Schul- und Internatsbetriebes ein. 1940 wurde die Schule dann auf staatliche Anordnung endgültig geschlossen. Auch das dazu gehörige Kloster wurde 1941 aufgehoben.

In dem Schul- und Klostergebäude war für etwa zwei Jahre eine nationalsozialistische Lehrerbildungsanstalt untergebracht, die dann aber wegen des sich steigernden Bombenkrieges weiter in das Innere des Reiches verlegt wurde. Das leerstehende Haus wurde bei einem Bombenangriff teilweise zerstört. Nach dem Einzug der Amerikaner 1945 diente es einige Zeit als Truppenquartier. Aber schon bald wurde der Schul- und Internatsbetrieb wieder aufgenommen und die Schäden am Gebäude wurden repariert.

Die hier gezeigten Bilder sind natürlich nur der Anfang einer Bilddokumentation. Ergänzungen und Korrekturen z.B. hinsichtlich der Benennung oder der zeitlichen Zuordnung sind sehr herzlich willkommen und an besten direkt zu richten an P. Peter Niesemann, Mail: niesemann@cojobo.de