World Cleanup Day

22.09.2021 20:56 von Thomas Wilbert

Jedes Jahr am 3. Samstag im September setzt die ganze Welt gemeinsam ein Zeichen für eine saubere Umwelt: am World Cleanup Day finden sich Menschen in 180 Ländern zusammen, um gemeinsam Straßen, Parks, Strände, Wälder und Gewässer von achtlos beseitigtem Abfall und Plastikmüll zu säubern.

In diesem Jahr hat sich unser Gymnasium das erste Mal an dieser Aktion beteiligt. Am vergangenen Freitag haben engagierte Schüler aller Jahrgangsstufen mit tatkräftiger Unterstützung der Elternschaft das Schulgelände sowie den Abschnitt an der Kölnstraße zwischen An der Josephshöhe und Supermarkt in zwei Stunden von unachtsam weggeworfenen Abfall gereinigt. Insgesamt wurden 15 Säcke Müll gesammelt, der durch eine Abholung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bonnorange so einer umweltschonenderen Entsorgung zugeführt werden konnte.

Tüten von Gummibärchen, Milchtüten, Strohhalme, Chipstüten, Bonbonpapier, Coronaselbstteströhrchen, Alufolie, Papiertüten, Plastikflaschen, Tüten von Gummibärchen, Milchtüten, Strohhalme, Chipstüten… so lautet die Endlosschleife der Müllfunde auf dem Schulhof. Teilweise liegen diese Verpackungen dort schon seit Jahren und sehen aus als wären sie erst gestern weggeworfen worden. Denn Plastiktüten benötigen zwischen 10 und 20 Jahren, bis sie verrottet sind, Chipstüten sogar bis zu 80 Jahre und PET-Flaschen verrotten nahezu gar nicht, weshalb sie unbedingt recycelt werden sollten. Besonders viel Mühe hat der kleine Verpackungsmüll gemacht, der zwischen den Sträuchern und in den Beeten lag und aufgrund seiner Größe kaum greifbar war. Eine vollständige Reinigung der Beete? Nahezu unmöglich!

Bei dem Anblick der Mengen, der Orte der Abfallfunde und der Art des Abfalls hat sich bei den Sammelnden immer wieder die Frage gestellt: „Kann unsere Schulgemeinschaft nicht oder will sie nicht ihren Abfall richtig entsorgen? Sind die Wege zu den Mülleimern zu weit? Sind die Mülleimer strategisch schlecht aufgestellt oder ist ihre Anzahl nicht ausreichend? Oder ist der Grund eher Unachtsamkeit oder Desinteresse?“ Fragen, die wir allein nicht beantworten können.

Sammelnde Schüler, Eltern und Lehrer waren sich jedoch einig, dass diese Mengen an Verpackungsmüll und die Art der „Entsorgung“ an unserer Schule und in unserer Gesellschaft keine Zukunft haben dürfen. Daher wollen wir in der Umwelt AG des Gymnasiums Lösungen erarbeiten, um eine Reduzierung der Verpackungen im Alltag der Schüler und der Schulgemeinschaft und ein Umdenken in der Entsorgung von Müll zu erwirken. Hast auch du Ideen, wie wir dieses Ziel erreichen können, dann komm in die Umwelt AG und mach mit für eine nachhaltige Schulgemeinschaft.

(Artikel von Franziska Raabe)

 

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