Treffen der Redemptoristischen Schulen

13.11.2005 20:35

Gelungene Premiere: Treffen Redemptoristischer Schulen

<redemptschultreff2005.jpg zentriert>

Vom 10 bis zum 12. November trafen sich in unserem Kloster Geistingen (Hennef) zum ersten Mal die redemptoristischen Schulen aus Nordeuropa. Es waren Vertreter von 6 Schulen und der Schulreferent des Bistums Kopenhagen, Pfarrer Jesper Fich, der Einladung des COJOBO gefolgt. Insgesamt waren 24 Redemptoristen, Schulleiter, Lehrer und Verantwortliche der Schulen nach Hennef gekommen.

Nach der Begrüßung durch Pater Ernst Willi Paulus, dem Regionaloberen der Region Köln, und durch Pater Henk Erinkveld als Vertreter der Provinzleitung unserer St. Provinz St. Clemens und einleitenden Worten von Peter Billig, dem Schulleiter des Collegium Josephinum Bonn, begann die Tagung mit dem Vorstellen der Teilnehmer und einer ausführlichen Präsentation der verschiedenen Schulen.
Wir Redemptoristen sind in Nordwesteuropa mit 8 Schulen verbunden, wobei wir bei den Schulen in Limerick (Irland), Essen (Belgien) und Bonn Schulträger sind. Die Schulen in Odense, Kopenhagen und Nästved (Dänemark) sind katholische Schulen, die unseren Pfarreien angeschlossen sind. Das Gymnasium Katzelsdorf (Österreich) gehört zum Schulwerk der österreichischen Ordenschulen. Die Schule in Gars am Inn wurde von der Münchener Provinz 1972 an den Staat übergeben und ist jetzt als offiziell staatliche (also nicht katholische Schule) direkter Nachbar des Klosters und teilweise sogar in den Klosterräumen untergebracht.
So unterschiedlich wie die Konzeption der Schulen ist auch ihre Größe. Odense ist mit 250 Schülern vom 1. bis zum 9. Schuljahr fast schon eine „Zwergschule“, während das COJOBO mit 1250 Schülern die größte europäische Redemptoristenschule ist.´
Nach der Vorstellung der Schulen, dem Abendessen und einem besinnlichen Abendgebet ging die Tagung zum geselligen Beisammensein über. Spätestens hier wurden schnell die vielen Gemeinsamkeiten deutlich: nicht nur die gemeinsame schulische Arbeit, sondern auch die redemptoristische Tradition der Schulen.

Einen sehr wichtigen Teil der Tagungen bestritt die Irische Gruppe aus Limerick. Dort in Limerick ist viel in Bewegung. Die Schule, das Sankt Clemens Hofbauer College, soll im nächsten Jahr neu gebaut werden. Gleichzeitig bemühen sich die Redemptoristen und die Mitarbeiter, die Schule wieder stärker im redemptoristischen Geist auszurichten. Sie haben dazu ein eigenes Projekt unter dem Titel „School Ethos“ ins Leben gerufen und ihre Aktivitäten in der Schulseelsorge verstärkt. Pater Friedhelm Knapp hielt ein fundiertes Grundsatzreferat über unseren schulseelsorglichen Ansatz und unsere Praxis am COJOBO, Pater Jürgen Langer stellte kurz das Projekt „Schulische Krisenintervention“ vor, das die Vereinigung der Ordenschulen in Deutschland seit drei Jahren auf Initiative des COJOBO hin aufbaut.

Am Freitagnachmittag standen eine Besichtigung des COJOBO und ein Austausch über die verschiedenen Ansätze der Schulpastoral auf dem dichten Tagungsprogramm. Anschließend präsentierte Michael Vogt ausführlich die Europaschulaktivitäten, die das COJOBO mit verschiedenen Partnerschulen seit über 10 Jahren im Rahmen der „Comenius-Europaprojekte“ entfaltet hat. Er konnte hierbei vielfältige Ergebnisse vorstellen. Nach einem reichhaltigen Abendessen im gastfreundlichen Bonner Redemptoristenkloster ging es dann wieder zum Kloster Geistingen zurück.

Der letzte Tag begann mit einer Eucharistiefeier auf Deutsch, Englisch und Flämisch, die Father Seamus Enright für die Tagungsteilnehmer hielt. Er betonte in seiner Predigt vor allem die Bedeutung der Redemptoristischen Schule als einem Ort der intensiven Zusammenarbeit von Laien und Patres und als einem Ort der Glaubensverkündigung an viele junge Menschen, die sonst keine Erfahrung mehr mit Glauben und Kirche haben.
Für eine künftige Zusammenarbeit wurden am Ende verschiedene konkrete Schritte beschlossen. Es soll vor allem auf dem Bereich der Jugendpastoral und des Schul-Ethos zusammengearbeitet werden. Dazu trifft sich eine Arbeitsgruppe der Schulen in einem Jahr wieder. Am Ende stand eine große Zufriedenheit bei allen Teilnehmern, alle waren froh, dass wir diese Tage veranstaltete hatten und dass so viele kompetente, fröhliche und aufgeschlossenen Menschen aus den Redemptoristischen Schulen der Einladung gefolgt waren.

Zurück