Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

27.01.2021 20:33 von Thomas Wilbert

Schüler der G9a mit Beitrag zur Online-Gedenkstunde der Jawne

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Aus diesem Anlass wird in der Bundesrepublik Deutschland seit 1996 auf Initiative des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen.

"Wir gedenken der Entrechteten, Gequälten und Ermordeten: der europäischen Juden, der Sinti und Roma, der Zeugen Jehovas, der Millionen verschleppter Slawen, der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, der Homosexuellen, der politischen Gefangenen, der Kranken und Behinderten, all derer, die die nationalsozialistische Ideologie zu Feinden erklärt und verfolgt hatte. Wir erinnern heute auch an diejenigen, die mutig Widerstand leisteten oder anderen Schutz und Hilfe gewährten und dafür selbst allzu oft mit ihrem Leben bezahlen mussten." (Bundestagspräsident Norbert Lammert am 27. Januar 2015)

Bereits in der Ära unseres ehemaligen Schulleiters Peter Billig war es guter Brauch, unseren Schülern am 27. Januar das Erinnern an das Geschehene gezielt ins Bewusstsein zu rufen. Eine Tradition, die auch in Zukunft ungebrochen sein wird. Und regelmäßig wird am CoJoBo - nicht nur an diesem Tag - die kritische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und den mit ihr verbundenen Menschheitsverbrechen gesucht, nicht zuletzt auch im Sinne einer aktiven Präventionsarbeit.

In diesem Jahr haben beispielsweise die beiden Schüler Laurenz Mönning und Christoph Blank einen kurzen Video-Clip zur zentralen Gedenkveranstaltung der Jawne, der ehemaligen jüdischen Schule in Köln, beigesteuert, die in diesem Jahr coronabedingt nur digital stattfinden kann. Allen Interessiert möchten wir hier die Gelegenheit geben, diesen Beitrag zu sehen. Überdies haben die Schüler der Klasse 9a Plakate gestaltet, die verdeutlichen, dass unsere Gegenwart nicht von der Vergangenheit zu trennen ist und die Würde des Menschen auch heute noch - auch in Deutschland - vielfachen Bedrohungen ausgesetzt ist. Für das Engagement der Klasse 9a sowie insbesondere der beiden Jungen bereits an dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank!

Der Gedenktag soll uns in Erinnerung rufen, dass Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte keine Selbstverständlichkeit sind, sondern ein kostbares Gut, auf das wir sorgsam achten müssen.

Zurück