Wo kommt die Milch her? Exkursion der R5a

20.05.2017 14:46 von Dirk Berger

Am 10. Mai 2017 machte die Klasse 5a der Realschule eine Exkursion zum Bauernhof Welsch nach Wachtberg-Arzdorf. Wir wollten uns anschauen, wie Rinder gehalten und gemolken werden und wie das Leben auf dem Bauernhof so funktioniert.

Als wir in den Hof gingen, haben die Kühe schon ein wenig gerochen. Bei unserer Ankunft begrüßte uns der Bauer Herr Welsch und erzählte uns etwas über den Bauernhof. Sein Bauernhof wird seit mehreren Generationen von der Familie geführt. Es leben daher drei Generationen der Familie auf dem Hof. Auf den Hof gibt es etwa 200 Kühe: 200 Milchkühe und 100 Kälber. Es gibt auch einen Hofhund. Er heißt Ina und ist, obwohl er uns lautstark begrüßte, eigentlich ganz lieb.

Neben der Milchwirtschaft und der Milchkuhzucht bauen sie auch Zuckerrüben an. Diese werden nach Euskirchen in die Zuckerfabrik und zur Herstellung von Zuckerrübensirup nach Grafschaft verkauft.  

Mit zweieinhalb Jahren kann eine Kuh ihr erstes Kalb bekommen. Erst wenn das Kalb dann auf der Welt ist, kann eine Kuh gemolken werden. Die Kühe, die trächtig waren, waren sehr dick.

Es dauert 9 Monate bis ein Kalb zur Welt kommt. Die Kälber kommen einige Tage nach der Geburt für 14 Tage in ein „Kälberiglu“. Dies geschieht als Schutz, da sie aufgrund ihres Saugreflexes bei den anderen Kälbern Entzündungen im Bauch- und Euterbereich auslösen können. Ältere Kälber, die immer noch einen ausgeprägten Saugreflex haben, erhalten deshalb an der Nase einen Ring mit Spitzen, so dass die anderen Kühe die aufdringlichen Kälber bemerken und zurückweichen können. Ein Kalb auf dem Hof hat eine Behinderung, die Familie Welsch versucht es dennoch aufzuziehen.  

Jede Kuh hat auch einen Rinderpass, wo alle wichtigen Daten vermerkt sind. In Kurzform sind diese auch auf den Ohrenmarken der Rinder zu sehen. Die älteste Kuh, die auf dem Hof gelebt hat war 13 Jahre alt. Bei älteren Kühen ist der Euter sehr groß.

Alle Kühe auf dem Hof werden künstlich befruchtet.
Kühe, die keine Milch mehr geben, werden geschlachtet. Im Durchschnitt geben deutsche Kühe 3 Jahre lang Milch und zwar pro Jahr durchschnittlich 8000 Liter. Auf dem Hof von Bauer Welsch hingegen geben die Kühe etwa 5 Jahre lang ca. 10500 Liter Milch pro Jahr.  Als Erklärung für seine gute Milchproduktion nennt Bauer Welsch seine guten Haltungsbedingungen und seine besonders fachmännische Pflege der Tiere.

Die Kühe sind zusammen in großen Ställen untergebracht, in denen sie sich frei bewegen können und für jede Kuh eine Liegebox vorhanden ist. Unter dem Stahl ist ein 2 Meter tiefer Keller wo der ganze Kot und der Urin reinfällt. Die Ausscheidungen werden als Dünger genutzt. Eine Kuh frisst Gras, Weizen (nicht zu viel), Mais und Heu; auf der Weide frisches Gras. Bevor die Kühe essen, lecken sie mit der Zunge an dem Futter, um zu überprüfen, ob das Futter genießbar ist. An einer Walze können sich die Rinder massieren lassen.

In die Melkstation passen 14 Kühe hinein. Die Kühe werden mit einer Melkmaschine gemolken. Dies dauert ungefähr eine halbe Stunde. Die Saug-Wirkung der Melkmaschine durften wir fühlen. Wenn eine Verletzung am Euter ist, wird dieser mit Pfefferminzsalbe eingeschmiert. In den Tank, wo die Milch nach dem Melken rein kommt, passen 6000 Liter rein. Für einen Liter Milch erhält der Bauer etwa 30 Cent.

Wir bedanken uns auch auf diesem Wege bei Familie Welsch, dass sie uns einen so schönen Vormittag bereitet haben, denn wir bekamen auch noch Kuchen und frische Milch und durften im Heu toben.

 

Marc, Daniel und Jonathan R5a

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