Lesung „Boy in a white Room“

30.09.2020 11:46 von Thomas Wilbert

Im Rahmen des Literaturfestivals Käpt'n Book fand heute in unserer Schulbibliothek eine Lesung des Autors Karl Olsberg vor Schülern der Klassen 8 und 9 des Gymnasiums statt. Der Schriftsteller las aus seinem aktuellen Roman "Boy in a white room".

Olsberg veröffentlichte bereits über 40 Kinder- und Jugendbücher sowie Erwachsenenromane. Er promovierte zum Thema künstliche Intelligenz und gründete diverse Start-up-Unternehmen.

Olsbergs Jugendroman „Boy in a white room“, der 2018 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, basiert auf seinen Erfahrungen, die er zu den Risiken, aber auch den Chancen digitaler Technik gesammelt hat. Ein aktuelles Thema und ein spannender Roman, der gerade für unsere Jungen eine geeignete Schul- oder Ferienlektüre sein könnte.

Im dem der Lesung folgenden Gespräch mit dem Autor ging es vor allem um die Frage, was wir eigentlich wirklich wissen, was die einzig sichere Wahrheit ist. Ausgehend von Theorien des Philosophen René Descartes stellte der Autor vielfältige Situationen einer zu manipulativen Zwecken veränderten Wirklichkeit vor, sogenannte "Fake news". Dabei war es beeindruckend und erschreckend zu sehen, wie einfach und gleichzeitig professionell beispielsweise Bilder oder Nachrichten zur Veränderung des Wahrheitsgehaltes bearbeitet werden können, und wie intensiv Unternehmen, Politiker oder Interessenverbände diese Gelegenheit in ihrem Sinne nutzen.

Ein zentrales Ziel der Veranstaltung war es entsprechend, unsere Schüler zu sensibilisieren, sodass sie Informationen, denen sie nicht zuletzt in sozialen Netzwerken pausenlos ausgesetzt sind, kritisch prüfen, bevor sie ihnen Glauben schenken.

Ein ganz herzlicher Dank geht an unseren Schulsozialarbeiter Holger Wondratschek, der diese ausgesprochen informative Veranstaltung in unser Haus holte.

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