Festakt

02.05.2005 08:29

Feierlichkeiten zum Schuljubiläum mit Pontifikalamt und Festakt eröffnet

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Mit einem von Joachim Kardinal Meisner zelebrierten feierlichen Pontifikalamt wurden heute die Jubiläumsfeierlichkeiten an unserer Schule eröffnet.
Nach dem Einzug in die festlich geschmückte Aula, in deren Zentrum das Weltjugendtagskreuz aufgestellt wurde, hielt der Kardinal eine engagiert vorgetragene Predigt. Er beglückwünschte die Schule zu ihrem Jubliäum und der großen Zukunft, die noch vor ihr liege. Gleichzeitig mahnte er aber auch an, dass ihr in unseren stürmischen Zeiten eine besondere Verantwortung zukomme. Das Collegium Josephinum müsse eine Lebens- und Glaubensschule bleiben und diesem Motto gemäß nicht nur Wissen, sondern auch "das Feuer des Glaubens" in die Welt hineintragen. Als im ursprünglichen Wortsinne kreuz-fidele Schule gelte es, Freude, Glauben und Treue unter die Menschen, vor allem natürlich unter alle Lernenden und Lehrenden am Collegium Josephinum, zu bringen.
Musikalisch auf hohem Niveau begleitet wurde das Pontifikalamt von unserem Schulchor unter leitung von Herrn Oberstudienrat i.E. Bernhard Lückge.

Nach einer kurzen Pause erfolgte dann der Festakt zum 125-jährigen Bestehen des Collegium Josephinum. Im Anschluss an einige Dankesworte von Pater Provinzial Herman ten Winkel und Generalsuperior Joseph W. Tobin hob Kardinal Meisner noch einmal den herausragenden Wert pädagogischer Arbeit in der heutigen Zeit hervor. Auch wenn die Ergebnisse dieser Arbeit nicht immer direkt absehbar seien, so wies er doch darauf hin, dass im Haushalt Gottes langfristig nichts verlorengehe.

Der eigentliche Festvortrag wurde anschließend von Bundesminister a.D für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie Jürgen Rüttgers gehalten. Im Rahmen des Themas Freiheit und Selbstverantwortung - Grundprinzipien einer modernen Politik sprach der Referent einer Rückbesinnung auf die Werte des christlich-jüdisch geprägten Abendlandes das Wort, die es in einer pluralistisch angelegten Gesellschaft zu vermitteln gelte. In einer Gesellschaft, die zunehmend von Orientierungslosigkeit, ja bisweilen gar Beliebigkeit geprägt sei, bedürfe es grundlegender Leitlinien und der Bereitschaft, für Werte wie Freiheit, Menschenrecht, Gerechtigkeit und Solidarität entschieden einzutreten. Diese Werte aber seien Kernbestand des christlichen Menschenbildes, das somit in besonderer Weise Grundlage für die Bildung junger Menschen sein könne. Bei der Ausbildung junger Menschen im oben genannten Sinne spiele das Collegium Josephinum eine wichtige Rolle. Mit besonderer Berücksichtigung des Compassion-Sozialpraktikums an unserer Schule verwies Rüttgers darauf, dass gerade hier die eigenverantwortliche, mit christlich-sozialen Werten verbundene Bildung junger Menschen in vorbildlicher Weise verwirklicht werde.

Der Festrede schlossen sich weitere Dankesworte an. So sprach Regierungspräsident Jürgen Roters von einer "Erfolgsgeschichte" des CoJoBo, das sich trotz eines steinigen Weges, den es habe beschreiten müssen, erfolgreich weiterentwickelt habe. Überdies verwies er auf den positiven Beitrag, den die Schulen in freier Trägerschaft zur Entwicklung eines leistungsfähigen Bildungssystems lieferten. Nicht zuletzt das CoJoBo sei in seiner Selbständigkeit Vorbild auch für öffentliche Schulen, die sich gerade erst am Beginn eines Ablösungsprozesses befänden, an dessen Ende eine vielfach angelegte Eigenverantwortlichkeit stehe.

Frau Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann schloss sich in ihrem Grußwort den Vorrednern an und betonte nochmals die gewinnbringende und vor allem auch menschliche Rolle, die das CoJoBo nun bereits seit 85 Jahren nicht nur in Bonn, sondern auch in der umliegenden Region spiele.

Umrahmt wurde der insgesamt sehr gelungene Festakt von musikalischen Beiträgen einzelner Schüler und des Streichensembles des CoJoBo unter Leitung von Oberstudienrat i.E. Klaus Altmann, die der gesamten Veranstaltung eine ausgesprochen feierliche Note verliehen.

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