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Auf Heller und Pfennig .....
deutsches Kleingeld aus 8 Jahrhunderten
in der Münzensammlung des Collegium Josephinum Bonn
vorgestellt von Michael Bonn,  Klasse 10a 2004/05

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zur Abteilung "Münzen der Neuzeit"

 

 Am Anfang war der Pfennig.

Er bestand aus etwa 1,5 g Silber und war im gesamten Mittelalter
die normale Handelsmünze in Deutschland.

 

  Heller

Unter den Hohenstauffenkaisern aus der Reichsmünzstätte Schwäbisch Hall hervorgegangen ist der Haller-Pfennig oder Häller zur am meisten verbreiteten deutschen Mittelaltermünze geworden. Er zeigt Kreuz und Hand und die Umschrift HALLA, wurde im 14. Jahrh. häufig nachgeprägt, ist durch absinkenden Silbergehalt zum Halbwert des Pfennigs geworden und schließlich zur geringsten Kupfermünze herabgesunken.

 

 

 


Pfennig

Von den verschiedenen Ableitungen des Wortes mag das althochdeutsche Wort "phantig" (Pfand) am überzeugensten sein. Möglich wäre auch die Ableitung vom lateinischen "pannus" = "Stück Tuch", da in der Frühzeit Tuche als Tausch- und Zahlungsmittel verwendet wurden. Der Pfennig ist die älteste und allgemeinste deutsche Münzsorte und das Übersetzungswort des lateinischen Denarius. Er stelle ursprünglich eine Silbermünze dar, sank aber später zur kupfernen Scheidemünze herab. Im 18. und 19. Jahrhundert trennt sich die norddeutsche Pfennig- von der süddeutschen Kreuzerwährung.

 

 

 

 

Kreuzer

Im 13. Jahrhundert in Tirol entstanden und benannt nach dem achtarmigen Kreuz, die Rückseite zeigte den Adler, ist der Kreuzer im Wert von 4 Pfennig zur weit verbreiteten süddeutschen Münzsorte geworden. Seit dem 18. Jahrhundert wurde er zumeist in Kupfer geprägt.

 

 

 

Batzen

Ausgangs des 15. Jahrhunderts zunächst in Bern als Rollenbatzen, dann in anderen süddeutschen und schweizer Münzstätten geprägt.

 

 

 

Albus

Weißgroschen (großus albus = weißer Groschen) geprägt zunächst ausgangs des Mittel- alters. Im 17. und 18. Jahrhundert in Westdeutschland als 2-Kreuzer-Stück oder Halbbatzen geprägt

 

 

 

Schilling

In alten Volksrechten wird diese deutsche Übersetzung für Solidus, die spätrömische Goldmünze, zur Rechnungsbezeichnung für 12 Pfennige benutzt, wird aber erst gegen Ende des 14. Jahrhunderts im Anschluß an die Groschenmünze ausgeprägt. Als Scheidemünze hat sich der Schilling bis 1871 gehalten.

 

 

 

Stüber

Stüber oder Stüver : Stüber waren deutsche Nachahmungen der niederländischen Stüver im Wert von 2 Deut oder 4 Pfennigen. Die Münze wurde über 300 Jahre lang als Zahlungsmittel benutzt (Ende 15.bis Anfang19. Jh.).

 

 

 

  Preisverhältnis

Tabellarisch dargestelltes Preisverhältnis der einzelnen Münztypen auf den Grundwert "Pfennig" umgelegt bzw. umgerechnet..

 

 

 

Münztypen     

Heller  

Pfennig    

Kreuzer  

Batzen   

Albus     

Stüber        

Schilling    

Preis in Pfennig

 ½ Pfennig

    1 Pfennig

  4 Pfennig

  16 Pfennig

  8  Pfennig

  4  Pfennig

  12 Pfennig