Lehrertheater

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12. März 2011

Das Lehrertheater am Collegium Josephinum Bonn

Wer sind wir?
Ursprünglich 1980 als einmalige Veranstaltung zur Karnevalszeit von Dr. Carl Fassbender geplant, mit dem Ziel das Stück von Martin Luserke „Blut und Liebe“ aufzuführen, besteht das Lehrertheater nunmehr 31 Jahre. Seit 1992 wird es von Karl Albert Schmitz geleitet, der die Stücke auswählt, bearbeitet, und natürlich inszeniert.

Wann spielen wir?
Im Schnitt spielen wir alle zwei Jahre zur Karnevalszeit ein Stück fünf Mal (Samstag Premiere um 19:00 Uhr, dann Sonntag bis Mittwoch vor Weiberfastnacht jeweils um 19:30 Uhr).

Warum spielen wir?
Wir spielen 1.) aus Freude am Spiel und Lust am Theater, 2.) für die Schüler und 3.) für einen guten Zweck, d.h. in der Regel zugunsten von Asrama Berdikari, einem Schul-/Internatsprojekt der Redemptoristen auf Sumba/Indonesien.

Was spielen wir?
Im Prinzip alles – von Märchen über Parodien zu rabenschwarzen Komödien.

Zur Aufführung gelangten:
melodramatische Parodien wie o.a. „Blut und Liebe“ (1982),
ein erheblich verändertes, bluttriefendes Remake „Der Liebe Tod“ (1998),
eine Bearbeitung des „Gespenst von Canterville“ unter dem Titel „Spuk und Liebe“ (1984),
ein Vampirstück „Wiener Blut“ (1986),
Märchen wie „Schneewittchen“ (1988) oder „Ali Baba und die 40 Räuber“ (2000),
die Tragödientravestie „Krampf um Troja“ (1994),
der Historienschinken „Die drei Musketiere“ (1996),
dramatisierte Kinderbücher wie „Aus einem Räuberleben“ (2003),
tiefschwarze Krimiparodien wie „Trautes Heim“ (2007),
eine sog. Backstage Comedy wie „Hosen runter!“ (2009) und
die Farce “Dunkel war’s, das Licht schien helle“ (2011).

Wie spielen wir?
Im Laufe der Jahre ist das Niveau der Aufführungen deutlich gestiegen. Am Anfang standen als Hauptzweck der karnevalistische Spaß und das Ziel, der gesamten Schulgemeinde, also Schülern, Eltern und Verwandten sowie natürlich den KollegInnen, Freude zu bereiten.
Im Stil der Cäcilia Wolkenburg wurden anfangs auch alle Frauenrollen von Männern gespielt (bis 2000). Doch mit der Spielpraxis hat sich auch ein höherer ästhetischer Anspruch entwickelt, der sich in durchaus semiprofessionellen Inszenierungen äußert/widerspiegelt.
Aufgrund der hohen Rollenzahl mancher Stücke (z.B. 19 in „Krampf um Troja“ oder 20 in den „Drei Musketieren“), ganz zu schweigen von Souffleuren und Bühnenbildnern, haben viele KollegInnen in den verschiedenen Produktionen mitgewirkt. Allerdings hat sich mittlerweile ein fester Kern von KollegInnen herausgebildet, die ähnliche ästhetische Vorstellungen haben und dafür auch bereit sind, die z.T. enorme Probenbelastung (u.a. auch Ferientage und Wochenenden) auf sich zu nehmen. Auch drei der fünf Aufführungen (s.o.) finden an normalen Unterrichtstagen bzw. im Anschluss an die Elternsprechzeiten statt.
Der Publikumszuspruch ist immer außerordentlich hoch und dies ist die schönste Entschädigung für alle Beteiligten.

Wer macht sonst noch mit?
Schüler (darunter auch ehemalige) sind immer in unterschiedlichsten Funktionen beteiligt.
Die gesamte Technik wird unter Leitung von P. Friedhelm Knapp von Schülern betreut, die dafür natürlich viel zusätzliche Zeit opfern. Jede Produktion wird von der Video AG aufgezeichnet, die jeweils eine DVD von beachtlicher Qualität herstellt. Auch wenn diese AG von einem Kollegen (bis 2010 Hinnerk Dreyer, seitdem Thomas Wilbert) geleitet wird, so ist doch stets ein Schüler für die Produktion verantwortlich. 1994 und 1996 spielten sogar Oberstufenschüler in kleineren Rollen mit.
Für „Hosen runter!“ (2009) baute ein (Ex)Schülervater die aufwändige Kulisse .

Autor: Karl Albert Schmitz | Photos: - | Letzte Aktualisierung: 12.03.2011Nächste Seite >>