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Krankentransport beim MHD

Von Niklas Fischer, Realschulabsolvent 2004

Vom 15.03.2004 bis zum 31.03.2004 fand in der Klasse 10 der Realschule und der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums das erste Mal in der Laufbahn des Collegium Josephinums ein Sozialpraktikum statt. Dieses Praktikum wurde schon lange von der Schule geplant, um alle Schüler einmal an Menschen heranzuführen, denen es nicht so gut geht wie uns. Dazu gehören kranke, behinderte und sozial schwache Menschen. Die meisten Schüler hatten diesen sozialen Kontakt noch nie und besitzen dadurch auch viele Vorurteile.

Es war jedem Schüler selbst überlassen, in welcher sozialen Einrichtung er das Praktikum absolvieren wollte. Ich absolvierte es beim Malteser Hilfsdienst in der Abteilung Krankentransport. Die Hauptaufgabe war dort, kranke Menschen in ein Krankenhaus oder in deren Wohnung zu fahren. Bei dieser Arbeit steht die psychologische Betreuung der Patienten im Vordergrund. Dieses erfordert ein gewisses Vorwissen über den psychischen Umgang mit diesen Menschen, doch ich denke, mit ein wenig Logik und Einfühlsamkeit kann dies auch eine ungeschulte Person durchführen.

Mir ist bei dieser Arbeit besonders bewusst geworden, wie schnell ein normal gelebtes Leben durchkreuzt werden kann. Außerdem bemerkte ich, dass viele Patienten große Probleme mit der Umstellung von Unabhängigkeit zur vollständigen Abhängigkeit im Leben hatten.
Meiner Meinung nach ist ein Sozialpraktikum eine sehr gute Idee zur Verbesserung der sozialen Werte eines Jugendlichen. Das einzige Manko an diesem Praktikum war teilweise die organisatorische Planung, doch da es eine Premiere war, ist das natürlich noch zu verzeihen.

Autor: Kn | Photos: - | Letzte Aktualisierung: 20.05.2008<< Vorherige Seite || Nächste Seite >>