Brasilienmission

Inhalt

CoJoBo unterstützt seinen früheren Schüler Pater Gerhard Schauff

Projekte der Brasilienmission

1. Projekt Sauberes Wasser

So sah es aus, als er 1973 nach Araguapaz kam
 

Auf dem Hintergrund der hohen Kindersterblichkeit und des geringen Durchschnittsalters der Bevölkerung galt der erste Einsatz sauberem Wasser.
Tiefbrunnenbohrgeräte ließ P. Schauff aus Imperatriz kommen. Viel Geld musste er bereithalten für die Finanzierung; das war möglich, weil er sich auf großzügige Spender stützen konnte. So wurden an mehreren Stellen des Ortes Waschhäuser und „Wasser-Tankstellen“ gebaut.
Sauberes Wasser steht nun zur Verfügung wie bei uns Benzin an Tankstellen, und das wirkt sich auch aus auf die neu eingerichteten Waschhäuser, Treffpunkte der Frauen am Morgen.
Um das Jahr 2000 hat die Stadt die Wasserversorgung, die Betreuung der Anlagen und den Ausbau des Netzes übernommen.

2. Projekt: Gute Ernährung

 

Pater Schauff hatte eine Rinderfarm gegründet und mit der zentral durchgeführten täglichen Speisung vor allem mit Milch und Milchprodukten die hohe Kindersterblichkeit erheblich gemindert. Nach seinem Tod konnte die Farm nicht mehr gehalten werden: Es fehlte an verantwortlichen Betreuern. Seitdem werden Milch und Milchprodukte von einer nahe gelegenen Farm kostengünstiger als bisher besorgt.
Die tägliche Speisung geht auch nach dem Tod von P. Schauff ununterbrochen weiter, aber nicht mehr zentral in der Nähe der Hauptkirche, sondern dezentral in den einzelnen Kapellengemeinden.

3. Projekt: Feste Steinhäuser

 

Steinhäuser waren und sind keine Selbstverständlichkeit in jeder Region Brasiliens, deshalb gab es auch diesbezüglich ein Projekt.
Ein Haus kostete damals 5000.- DM. Mit dem Namen des Spenders - hier dem CoJoBo - auf dem Brett wurde ein solches Foto gemacht, das dem Spender zugeschickt wurde – eine gute Idee von Pater Schauff. Der Häuserbau wurde nach dem Tod von Pater Schauff eingestellt. Die Wartung und Pflege der Häuser liegt in der Verantwortung der Bewohner

4. Projekt: Gesundheitliche Betreuung der Kinder

Die Kinder werden jede Woche gewogen und gemessen, alles wird schriftlich festgehalten. Die gesundheitliche Betreuung geht auch nach dem Tod Pater Schauffs 1996 ununterbrochen weiter.

5. Projekt: die Versorgung der Armen und Kranken

Diesen Dienst setzen die Schwestern mit ihren Helferinnen mit großem Einsatz fort.

6. Projekt: die nachschulische Förderung der Kinder und Jugendlichen

Weil viele Kinder bei Feldarbeiten mithelfen müssen, kommt die Schule häufig zu kurz. Die nachschulische Förderung hängt vom Bedarf ab

7. Projekt: Schreibmaschinenkurse

Die gab es schon sehr früh; dafür hatte Pater Schauff von Anfang an gesorgt. Wer etwas kann, hat einfach bessere berufliche Möglichkeiten.
Schreibmaschinenkurse hängen heute von der Nachfrage ab.

8. Projekt: Kindergarten Santa Clara

 

Dieser Kindergarten – dazu gehören rund 200 Kinder – liegt im sozialen Brennpunkt von Imperatriz, dem Sitz des Bischofs Dom Gilberto Pastrana de Oliveira; seiner Obhut ist er anvertraut. Bis vor 5 Jahren haben wir Bischof Affonsos ‚Kinderdorf’ und einen benachbarten Kindergarten unterstützt. Beides ist inzwischen in staatlicher Hand.

9. Bau von zwei Kirchen und Pfarrzentren

Durch den enormen Einsatz von Pater Schauff fassten die Menschen schnell Vertrauen und nahmen die Einladungen zu Gottesdiensten, zur Vorbereitung auf die Sakramente bereitwillig an: zu Taufe, Erstkommunion, Firmung, Eheschließung. Anfang der 90er Jahre waren es an die 40 000 Einwohner auf einem Gebiet fast so groß wie das Saarland, mit 8 Filialkapellen. In Araguapaz und noch größer in São Pedro entstanden so zwei große Kirchen in Verbindung mit einem katechetischen Zentrum mit mehreren kleineren und größeren Räumen – für Unterricht, Tagungen, mit einer Aula mit Bühne, mit großer Küche und modernen Toilettenanlagen.

10. Projekt: Kolping – seit 2000'''

Kolping handelt nach dem Motto ‚Hilfe zur Selbsthilfe’ mit folgenden Zielen:
1. Die jungen Menschen sollen von der Straße wegkommen, d.h. weg von Drogen, Überfällen, Diebstahl und Prostitution.
2. Sie sollen Berufe kennenlernen und erlernen: z.B. Maurer, Schreiner, Elektriker, Friseure, Angestellte bzw. als Hauswirtschafterin, Köchin, Näherin, Friseurin oder als Angestellte.
3. Sie sollen einmal auf eigenen Füßen stehen können mit dem Ziel, eine eigene Familie zu gründen.
4. Sie sollen befähigt werden, engagiert in der Pfarrei mitzuarbeiten.

Autor: Gerhard Donie | Photos: - | Letzte Aktualisierung: 02.07.2010<< Vorherige Seite || Nächste Seite >>