Bischof Dr. Edmund Woga
Besuch des Bischofs von Sumba/Indonesien
Mit der indonesischen Insel Sumba verbindet das Collegium Josephinum eine jahrzehntelange Partnerschaft. Die Insel Sumba hat 600.000 Einwohner, davon sind 140.000 Katholiken. Seit 1957 wirken dort Redemptoristen als Missionare und leisten eine immense Aufbauarbeit. In den ersten 30 Jahren waren die meisten dieser Missionare ehemalige Schüler des CoJoBo. Zwei weiterführende Schulen der Insel sind direkte Partnerschulen von uns, und vielen indonesischen Schülern wurde der Schulbesuch ermöglicht durch unsere Aktion „Asrama berdikari“ = „Internat auf eigenen Füßen“, für die jährlich tausende Euro (früher natürlich DM), durch Klassenaktivitäten, Schulfeste und Weihnachtsbasare aufgebracht werden.
Am 2. Juni hatten wir nun Gelegenheit, aus erster Hand etwas über diesen zwar geografisch fernen, aber emotional nahen Teil der Erde zu erfahren, da Bischof Woga auf seiner Besuchsreise durch Deutschland das CoJoBo natürlich nicht auslassen konnte.
Bischof Woga wurde 1950 geboren, ist also heute 60 Jahre alt. Er wurde 1977 in Waingapu, der Hauptstadt von Sumba, zum Priester geweiht. Seit 1980 ist er Redemptorist. Pater Woga hat z.T. in Deutschland studiert, in St. Augustin und München, und spricht daher sehr gut deutsch. Seine Doktorarbeit hat er über den Dialog zwischen den Religionen in Indonesien geschrieben. An der Universität von Jogjakarta war er Professor für Theologie und kümmerte sich gleichzeitig um die Studenten.
Im Jahr 2002 wurde das ehemalige Missionsgebiet der Redemptoristen eine selbständige Ordensprovinz, und Pater Woga war der erste Provinzial dieser neuen Provinz bis 2008.
Am 16. Juli 2009 wurde er in Weetebula, dem Bischofssitz der Insel, zum Bischof geweiht.
Am Mittwochvormittag hielt Bischof Woga in der Aula zwei Wortgottesdienste, während der zweiten Stunde für die Klassen 5 – 7 und während der vierten Stunde für die Klassen und Jahrgangsstufen 8 – 12. Dazwischen fand eine Gesprächsrunde mit Schülervertretern statt, und nach der 4. Stunde widmete sich der Bischof dem Lehrerkollegium von Realschule und Gymnasium. Dafür mussten dann zum großen Leidwesen der Schüler (und natürlich der Lehrer) die beiden letzten Unterrichtsstunden ausfallen.