CoJoBo feiert 60 Jahre Sumbamission

29.10.2017 16:37 von P. Peter Niesemann

Ein Grund zum Feiern: die Indonesienmission der Redemptoristen begeht ihr diamantenes Jubiläum. 60 Jahre ist es her, seit die ersten Redemptoristenmissionare aus der damaligen Kölner Provinz nach Sumba kamen. Sie kamen auf eine Insel am Ende der Welt, abgeschnitten von der Entwicklung und ignoriert vom Indonesischen Staat. Als sie ersten Redemptoristen kamen, gab es fast keine Schulen auf Sumba, um nur ein Beispiel zu nennen. In den vergangenen Jahren hat sich vieles rasant zum Positiven entwickelt: das Bildungswesen, die soziale Situation, das Gesundheitswesen, die Kirche und nicht zuletzt: die Redemptoristen. Aus der kleinen Gruppe der ersten deutschen Missionare (die Patres waren allesamt ehemalige Schüler des Collegium Josephinum in Bonn) ist eine große und lebendige Indonesische Ordensprovinz herangewachsen, die heute dynamisch und selbstbewusst ihre Entstehung feiert.

Wer konnte uns in diesem Moment besser vertreten und repräsentieren, als aktive Pensionäre des CoJoBo? So reisten Pater Gerd Stürmer, Peter Billig und seine Frau Johanna Billig von Frankfurt aus bis ans Ende der Welt: nach Sumba, um dort an den Feierlichkeiten zum Jubiläum teilzunehmen. Sie waren dort um die Patenschaft mit dem Collegium Josephinum in Bonn und die Verbundenheit mit der Mutterprovinz St. Clemens zu bekunden. 

Für unsere Pensionäre war es eine anstrengende und eindrucksvolle Reise über die Insel Sumba, die  mit vielen Begegnungen in den Schulen und im Bildungsbereich verbunden war, den wir besonders unterstützen. Am Ende  der Reise stand dann in Weetebula die große Feier des 60jährigen Jubiläums mit Festhochamt, Feierstunde und Festessen (Reis mit Schweinefleisch).
Voller Dankbarkeit  konnten alle Anwesenden, Sumbanesen, Indonesier und viele ausländische Gäste auf die reiche Frucht blicken, die der kleine Beginn vor 60 Jahren bewirkt hat. Wir wünschen der Provinz Indonesien zum Geburtstag: alles Gute für die Zukunft und weiter Gottes r
eichen Segen!

 

Grußworte an die Festversammlung in Weetebula am 24.10.2017,
anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Ankunft der ersten deutschen
Redemptoristen in Sumba 1957.
P. Gerd Stürmer

 

 

Lieber Bischof Edmund Woga, liebe Mitbrüder,liebe Festgemeinde.

Zunächst möchte ich Sie alle herzlich grüßen von der Provinz St. Clemens, besonders von den Mitbrüdern der ehemaligen Kölner Provinz der Redemptoristen.
Leider kann der Provinzial, P. Johannes Römelt heute nicht hier sein, da er mit den Provinzkapitularen von Holland, Belgien, Deutschland und der Schweiz zum Provinzkapitel versammelt ist. Auch P. Wilfried Lienesch kann heute nicht hier sein, da er im Krankenhaus liegt. Es geht ihm aber schon besser und in der nächsten Woche wird er wieder entlassen.

So bin ich hier, stellvertretend für die Provinz St. Clemens, zusammen mit Herrn Peter Billig und seiner Gemahlin Johanna. Herr Billig ist der Schulleiter der Redemptoristenschule in Bonn, dem Collegium Josephinum Bonn. Diese Schule ist in mehrfacher Weise mit der Sumbamission der Redemptoristen verbunden.
Alle deutschen Redemptoristen, die seit 60 Jahren in Indonesien gearbeitet haben, angefangen von P. Josef Lukas bis zum zuletzt gekommenen P. Herrmann-Josef May, alle, auch P. Willi Wagener, waren einmal Schüler des Collegium Josephinum Bonn.
Von 1957 an hat das Collegium Josephinum Bonn, die Schüler, die Lehrer und besonders die Eltern, die Sumbamission unterstützt. In den letzten Jahren waren es besonders einige Asramen, die Pada Dita und die Schulen von Anda Luri in Waingapu.

Herr Peter Billig und ich sind also hier, um teilzunehmen an der Freude dieses Tages über das, was in den letzten 60 Jahren hier in Indonesien aufgebaut wurde. Wir tun dies mit großer Dankbarkeit gegenüber Gott und allen, die an diesem Werk mitgearbeitet haben. Die Übernahme der Sumbamission vor 60 Jahren war ein mutiger Schritt der ehemaligen Kölner Provinz, denn niemand konnte damals ahnen, wie dieses Werk gelingt. Der Erfolg war uns nicht garantiert.
Schon Jesus sagte im Gleichnis vom Sämann, dass das Schicksal des Wortes Gottes sehr verschieden sein kann: wenn das Samenkorn, das Wort Gottes auf harten, felsigen Boden fällt, kann es keine Frucht bringen, wenn es aber auf gutes Erdreich fällt, dann bringt es gute Frucht, dreißigfältig, sechzigfältig und hundertfältig. Zur gleichen Zeit, als die ersten Redemptoristen der Kölner Provinz nach Sumba kamen, gingen andere deutsche Redemptoristen der Bayerischen Provinz nach Japan. Dort fiel das Wort Gottes auf harten Boden und brachte nur wenig Frucht,  nur wenige Japaner öffneten ihr Herz der Botschaft Jesu, nur zwei oder drei Japaner schlossen sich als Redemptoristen in dieser Zeit der Bayerischen Provinz an.

 Ganz andern hier in Indonesien.
- Tausende und aber Tausende öffneten ihr Herz der frohen Botschaft Jesu. Das Wort Gottes wurde für sie ein Licht und eine Kraft für ihr ganzes Leben.
 
- Über 150 junge Indonesier öffneten nicht nur ihr Herz für die frohe Botschaft Jesu, sie hörten auch auf den Ruf Gottes zur besonderen Nachfolge. Sie traten in die Fuß-spuren der deutschen Redemptoristenmissionare und wurden selbst Redemptorist.
Schon 2002 konnte der General des Redemptoristenordens, P. Josef Tobin, hier in Weetebula die Selbständigkeit der indonesische Provinz erklären. Heute wirken die indonesischen Redemptoristen nicht mehr nur in Sumba, sondern auch in ganz Indonesien und in der ganzen Welt.
Fünf deutsche Redemptoristen kamen 1957 nach Sumba, hier nach Weetebula, und machten den Anfang der Sumbamission der Redemptoristen. Fünf indonesische Redemptoristen sind heute in der Provinz St. Clemens im fernen Europa. Sie werden bald das tun, was vor 200 Jahren schon der hl. Clemens gefordert hat: in Europa muss das Evanglium Jesu neu verkündet werden.

Wir dürfen uns also heute freuen, was Gott in diesen 60 Jahren hier in Indonesien Großes gewirkt hat. So wünsche ich Ihnen allen im Namen der Provinz St. Clemens und der deutschen Redemptoristen. dass auch in Zukunft das Reich Gottes und die Kirche in Indonesien weiter wächst,
 und dass der Segen Gottes weiterhin das Wirken der indonesischen Redemptoristen hier in Indonesien und in der ganzen Welt begleite.

Terima kasi.


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